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Reise zur Isle of Islay im September 2003 Drucken

Der komplette Bilderbericht der Reise (ca. 220 Bilder)

Es war wieder einmal an der Zeit, die Situation zu prüfen.
Nicht, dass wir uns Illusionen hingaben und auf Wunder hofften, aber so die eine oder andere Neuigkeit hätte unserem Dasein als Liebhaber des Lebenswassers schon die Würze gegeben, die wir ein wenig vermisst hatten.
 

Also: gepackt und ab nach Glasgow, dort rein in den Mietwagen und mit dem nötigen Enthusiasmus für die Strecke weiter nach Kennacraig, um die Fähre nach Port Ellen auf die Isle of Islay zu erwischen.

Kaum dort, hatten wir auch schon ein ordentliches Dram in der Hand, man gönnt sich ja sonst nix…

Natürlich ist es immer einen Absatz wert, über die Landschaft, die netten Menschen und die Schafe zu berichten – nun, alles ist in wunderbarer Weise vorhanden und in jedem Fall sehenswert, aber bitte unbedingt selber nachsehen - und das war auch schon der Absatz.

 

Die Reihenfolge und der Ablauf – was man wie viel wann und wo trinken sollte – war wohl die größte Herausforderung der Reise, man will ja nicht in den ersten heftigen Begeisterungsstürmen untergehen wie ein nasser Fetzen (für unsere deutschen Freunde: der Fetzen ist das Ösi-Wort für Lappen oder Wischtuch und/oder das Wort für die Folgeerscheinungen von unkontrolliertem und hemmungslosem Alkoholkonsum, also einen Fetzen haben…).
Planung war angesagt: Jeden Tag maximal zwei Destillerien und am Abend genügsames Verkosten, Aspirin im Gepäck und jede Menge Wasser zwischendurch, so konnte man die paar Tage einigermaßen in Würde überleben.

What we wanted:

Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Lagavulin und Laphroaig, jeweils von außen und evtl. von innen ansehen.

What we have got:

Ardbeg:wunderbares Tasting, zwischendurch ein erstaunliches Mittagessen direkt bei Ardbeg, danach noch ein paar wunderbare Raritäten, Shop geplündert, Ardbeg Committee Reserve gekauft, glücklich davongefahren...

Bowmore:
innen und außen besichtigt, Shop angesehen, nett geplaudert

Bruichladdich:
Jim McEwan hat uns beim Eingang abgeholt und uns erst einmal in den Shop geführt. Dort konnten wir mit Barbara (Jim’s Frau) Schmäh führen ......
(Anmerkung: Schmäh - insbesondere der Wiener Schmäh – ist eine etwas schwarzhumorige, allerdings gemütliche Art und Weise, während einer Konversation diverse spontane Witze zu machen…)
...... und natürlich schon den einen oder anderen Whisky kosten.
Kurze Zeit später wurden wir dann von Jim McEwan durch die gesamte Destillerie geführt, bestens versorgt mit den Erzählungen aus seinem Leben und natürlich jeder Menge Fachwissen. Als Kostprobe erhielten wir unter anderem eine Bombe aus dem Jahre 1986, Sherryfass, knapp 60% und unglaublich von vorne bis hinten. Jim hatte es nicht leicht, uns wieder von diesem Fass herunter zu kratzen.
Klarer Weise haben wir uns dann alle den aktuellen Bruichladdich Valinch selber abgefüllt und sind dann sehr angetan von Dannen gezogen.

 

Bunnahabhain:
hier hat uns der Manager weit nach Dienstschluss doch noch einen Einblick gewährt und die eine oder andere Kostprobe springen lassen.

Caol Ila:
leider nur vorbeigehuscht, diese Destillerie nehmen wir uns noch vor…

Lagavulin:
ein netter Spaziergang durch die Anlage, die Türen standen offen, gefunden haben wir niemanden… wir kommen wieder…

Laphroaig:
Robin Shields ließ uns zuerst einen Schluck verkosten, dann ging es auf eine sehr interessante und fachlich erstaunliche Rundreise durch das Unternehmen, wir konnten uns alle Einzelheiten genau ansehen und teilweise auch ausprobieren, Abschluss war dann ein sehr angenehmes und entspanntes Tasting.

Kulinarisch hatten wir wirklich Glück, fast alles hat ausgezeichnet gemundet. Die alte Regel, dass es nicht dort am Besten ist wo man am meisten zahlt, gilt auch hier.

Die Insel ist auch im Mai zu empfehlen, dann nämlich findet das mittlerweile sehr bekannte Islay Festival (Feis Ile) statt.

Zusammengerechnet war es eine sehr entspannende Kurzreise mit wunderbar vielschichtigen Eindrücken.
Wir hatten jede Menge Spaß und konnten die Tage auf Islay so richtig genießen.

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