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Potstill Schotland Reise Mai 2004 Drucken

03. - 13. Mai 2004 (Bericht Mario Prinz) 


Der komplette Bilderbericht der Reise (ca. 500 Bilder)


Die heurige Whiskytour - bei meist strahlendem Frühlingswetter - führte uns vorerst von Edinburgh über Glengoyne (gleich zu Beginn der Reise mit einer tollen Verkostung mit Antony MacCallum) in die Speysideregion.

Bei einem Besuch bei Duncan Taylor erfuhren wir über die zukünftigen Abfüllpläne im Bereich der Duncan Taylor Linie (ehemals Peerless) sowie bei Whisky Galore.
Es werden im Herbst einige Produkte auf den Markt kommen, die die Whiskywelt in Erstaunen setzen werden.
Es werden dabei einige Fässer von Distilleries abgefüllt werden, die seit langem geschlossen sind und von denen man kaum mehr rechnen konnte, dass jemals noch Abfüllungen davon auf den Markt kommen werden.



 

Danach konnen wir uns über die Fortschritte bei Benromach bzw. Gordon & MacPahil überzeugen. Derek Hancock präsentierte uns einen jungen Benromach, der bereits aus der eigenen Erzeugung stammte. Obwohl erst 6 Jahre alt, besticht der recht rauchige (mit 10 ppm) Malt - nicht zuletzt durch die Verwendung von ca. 20 % neuen Oloroso-Sherryfässern - durch einen aussergewöhnlichen Geschmacksreichtum.
Eine der großen Überraschungen der letzten Zeit. 

Neben Strathisla wurden kurz Glen Keith, Tormore, Dallas Dhu, Benriach und Longmorn besucht.

Bei einem Besuch bei Glenfarclas wurden wir vom Managing Director John L. S. Grant persönlich empfangen. Wir lernten auch einige der neuen Mitarbeiter im Managementbereich kennen. Einen schnellen Besuch bei Aberlour nutzten Heinz und Tino um sich persönlich jeweils 2 Flaschen 13jährigen Aberlour selbst abzufüllen. 

Durch die Highlands ging es bei strahlendem Wetter über die Ben Nevis Distillery und die Reste der Glenlochy-Distillery weiter nach Oban. Am Abend gab es das Champions-League Halbfinale Chelsea gegen Monaco.
Für Othmar, dem Besitzer des Chelsea Musicplace war das Ausscheiden von Chelsea bedauerlich und wir verkosteten bis spät in den Abend einige der in Oban auffindbaren Malts.




 

Der nächste Tag führte uns bereits nach Islay wo wir im Bridgeend-Hotel eine schöne Herberge fanden. Gleich hinter dem Hotel wird auf Basis einer Micro-Brewery ein interessantes Ale gebraut. Bei dieser neuen Brauerei ist auch der anerkannte Whiskyprofessor Schobert involviert.
Dass auf Islay alle Distilleries besucht wurden, liegt auf der Hand. Sogar die seit 1929 geschlossene und völlig verfallene Loch Indaal-Distillery stand auf dem Besuchsprogramm. 
Wir trafen auch die Teilnehmer der 1. Whisky-Academie in Bruichladdich. Von Jim MacEwan persönlich betreut, wurden 6 Teilnehmer exklusiv in die hohen Weihen der Whiskyproduktion eingeführt.

Das erste Mal konnten wir uns überzeugen, dass von der alten Port Ellen Distillery nunmehr nur noch Teile der alten Darren sowie die Warehouses übrig sind.
Die anderen Bauwerke wurden in den letzten Monaten abgetragen. 




 

Nach der Rückfahrt von Islay fuhren wir in Richtung Süden nach Campbeltown und konnten uns überzeugen, dass die von Springbank wieder neu in Betrieb genommene Glengyle-Distillery bereits produziert. Eine kleine, aber sehr gepflegte Anlage mit viel Engagement geführt.
Obwohl herrliches sonniges Wetter vorherrschte, wurden wir am Mull von Kintyre vom Nebel überrascht.
Der erhoffte Fernblick nach Irland blieb zwar aus, einige tolle Drams in den Hotels von Campbeltown entschädigten weitgehend.

Als vorletzte Station stand Arran mit der gleichnamigen Distillery am Programm. Distillery-Manager Gordon Mitchell zeigte uns wieder die Brennerei und wir konnten im Rahmen einer kleinen Verkostung erneut das große Potential dieser kleinen und neuen Distillery feststellen.
In einigen Jahren wird Arran sicherlich zu den meistgeschätzten Distilleries Schottlands gehören.



 

Abschließend verbrachten wir noch zwei Tage in Glasgow. Nach einem Treffen mit Arthur Winning von James MacArthur im Potstill (auch das gibt es in Glasgow und hieß früher Cask and Still), einem der best sortierten Pubs in Glasgow und einem Treffen mit Birthe Nielsen von Blackwood Distillers hatten wir bei Douglas Laing die Gelegenheit, eine umfangreiche Verkostung zu genießen.

Stewart Laing als perfekter Gastgeber ließ uns keine Wunsch offen und als Resultat konnten wir ein Faß Port Ellen für eine POTSTILL Edition für Herbst 2004 herauskosten. Immerhin gab es neben unzähligen anderen Proben allein
15 Port Ellen Samples zur Verkostung. 



 

Der abschließende Tag war für Einkäufe reserviert und wir gelangten ohne Zwischenfälle am 13. Mai wieder nach Wien.

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